Architektur der Absicht
Eine Methode für Ausrichtung und stimmige nächste Schritte
Freilegen, worauf du bauen kannst.
Vielleicht trägst du mehrere plausible Richtungen, Rollen oder Vorhaben gleichzeitig, vielleicht im Moment keine, die sich benennen lässt. Wonach steuerst du, und wohin soll dich das führen? Architektur der Absicht legt frei, was schon da ist, und macht daraus eine Grundlage, von der aus du handeln kannst.
Aus deinem Wollen entstehen Kriterien für Entscheidungen, ein Bild des Systems, in dem du dich bewegst, und ein erster Schritt, den du in der Praxis erprobst.
Du brauchst Kriterien.
Wenn mehrere Möglichkeiten gleichzeitig plausibel sind, entscheidet der Maßstab. Was soll Vorrang haben? Welche Folgen willst du tragen? Was gehört zu deiner Ausrichtung, und was liegt außerhalb?
Die Arbeit beginnt vor der einzelnen Entscheidung. Sie ordnet Absichten, Prioritäten und Grenzen zu Kriterien, an denen du prüfen kannst, was als Nächstes auf dich zukommt.
Diese Kriterien entstehen im Denken, im Gespräch und in der Berührung mit deinem tatsächlichen Umfeld. Ein konkreter Schritt liefert Rückmeldung aus der Praxis.
Was Architektur der Absicht ist
Architektur der Absicht ist eine Methode, mit der aus einem noch unsortierten Wollen eine tragfähige Ausrichtung entsteht. Sie führt von genauer Beobachtung über Prioritäten und Kriterien zu einem Bild des Systems, in dem du handelst, und zu einem nächsten Schritt, der sich überprüfen lässt.
Die Methode geht über ein einzelnes Angebot hinaus. Im zehnteiligen Gruppenformat werden ihre sechs Bewegungen als zusammenhängender Prozess durchlaufen.
Was du am Ende in der Hand hast
Am Ende hast du einen persönlichen Entscheidungsrahmen. Du weißt, was Vorrang hat, woran du eine Entscheidung prüfen kannst, was außerhalb deiner Ausrichtung liegt und welchen nächsten Schritt du wirklich gehen willst.
- eine priorisierte Ausrichtung
- Kriterien für Entscheidungen
- klare Ausschlusskriterien
- Kernstatements und Prüffragen
- ein Bild des relevanten Systems
- identifizierte Hebelpunkte
- einen tatsächlich erprobten nächsten Schritt
Der Entscheidungsrahmen bleibt nutzbar, wenn neue Fragen und Möglichkeiten auftauchen.
Sechs Bewegungen der Methode
01
Sehen, was ist
Beobachtung von Deutung trennen.
02
Absichten formulieren
In Worte fassen, bevor Vernunft und Realismus eingreifen.
03
Prüfen, was trägt
Folgen, Kosten und Widersprüche untersuchen.
04
Zu Kriterien ordnen
Prioritäten und Ausschlusskriterien entwickeln.
05
Das System lesen
Beziehungen, Ressourcen, Regeln und Gewohnheiten sichtbar machen.
06
Einen echten Schritt tun
Intervenieren, Feedback bekommen, weiterlernen.
Woher der Ansatz kommt
Die Wunscharbeit im Kern der Methode geht auf Marianne Brün und die School for Designing a Society zurück. Zwischen 2012 und 2014 habe ich mit der School in Illinois und West Virginia gelebt und gearbeitet, bin mehrmals selbst durch diesen Prozess gegangen und habe Teile dazu beigetragen.
Als ich später meine langjährige Arbeit beim Film neu ausrichtete, trugen genau diese Sätze, die ich damals entwickelt habe. Sie machten sichtbar, was Vorrang hatte und was meine Entscheidungen bewegt.
Ich habe damals Workshops gestaltet, in Herbert Brüns Archiv gearbeitet, Notizen übersetzt und interpretiert sowie Sessions auf Grundlage der Arbeit von Joseph Campbell und Bert Hellinger entwickelt. In den letzten zwei Jahren habe ich den Ansatz anschlussfähiger gemacht und mit Methoden der Online-Facilitation und der agilen Arbeit verbunden. Mit dem Living System Framework und Continuum habe ich zwei eigene Rahmenwerke eingebracht.
Hinzu kommt die Facilitation selbst. Jede Session greift auf ein breites Repertoire an Embodiment- und Meditationspraktiken zurück, ausgewählt nach dem, was die Gruppe an diesem Abend braucht. Das hält die Arbeit im Körper verankert, während das Denken genauer wird.
Die Bestandteile sind erprobt. Neu ist ihre Komposition zu diesem Gruppenformat.
Warum in einer Gruppe
Die Gruppe ist Resonanzraum und Arbeitsrahmen. Andere hören Annahmen, Auslassungen und Widersprüche, die einem selbst leicht entgehen. Unfertige Gedanken können ausgesprochen und geprüft werden, bevor daraus feste Antworten werden.
Zwischen den gemeinsamen Terminen beobachtest, schreibst und erprobst du. So verbindet sich die Arbeit in der Gruppe mit deinem Alltag.
Für wen die Arbeit gedacht ist
Für Menschen, die mehrere plausible Richtungen, Rollen oder Vorhaben gleichzeitig tragen, und für Menschen, die im Moment keine benennen können.
Das können Selbständige, Freiberufliche, Gründer:innen und Angestellte zwischen zwei Kapiteln sein, ebenso Menschen, die persönliche, berufliche oder gemeinschaftliche Verantwortungen neu ordnen wollen.
Mehrere Vorhaben stehen gleichzeitig im Raum.
Eine bisherige Ausrichtung verliert an Tragfähigkeit.
Die nächste Richtung ist spürbar, aber noch unscharf.
Noch zeigt sich keine Richtung, die trägt.
Annahmen sollen in der Praxis geprüft und aus Rückmeldungen weiterentwickelt werden.
Die Arbeit braucht Zeit für Beobachtung und Erprobung. Für akute Krisen und für Entscheidungen mit nur wenigen Tagen Vorlauf ist ein anderer Rahmen der bessere Ort.
Kuratierte Gruppen
Wie eine Gruppe entsteht
Ich stelle jede Gruppe so zusammen, dass Erfahrungen und Fragestellungen einander weiterhelfen können. Den Termin legen wir anschließend gemeinsam fest. In verwandten Kontexten muss weniger erklärt werden, und die Gespräche können früher bei den eigentlichen Fragen ansetzen.
In einer kleinen Onlinegruppe gehst du durch die sechs Bewegungen, arbeitest zwischen den Terminen weiter und bringst einen eigenen nächsten Schritt in die Praxis.
Sobald fünf Menschen zugesagt haben, legen wir innerhalb von zwei Wochen gemeinsam Uhrzeit und Starttermin fest. Vier Wochen später beginnt die Gruppe.
Es gibt zwei Wege: Du bewirbst dich allein und wir schauen, welche entstehende Gruppe gut passen könnte. Oder du bringst eine Gruppe mit, mit der du ohnehin arbeitest.
Format
Start
Vier Wochen nach der Terminfindung
Termine
Zehn wöchentliche Termine
Rhythmus
Wöchentlich, Uhrzeit mit der Gruppe abgestimmt
Ort
Online über Zoom, ein gemeinsames Miro-Board und einen Gruppenchat
Arbeitssprache
Deutsch oder Englisch, je nach Gruppe
Gruppe
Fünf bis zwölf Menschen aus verwandten Kontexten
Vorlauf
Ab fünf Zusagen: Terminfindung binnen zwei Wochen, Start vier Wochen später
Beitrag
Der Beitrag richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Teilnehmenden.
Nach deinen Möglichkeiten
Wir vereinbaren den Beitrag im persönlichen Gespräch so, dass er zu deiner Situation passt. Du kennst den Betrag, bevor du zusagst.
Für mitgebrachte Gruppen
Eine Gruppe vereinbart einen Gesamtbetrag und entscheidet selbst, wie sie ihn intern verteilt.
Warum ohne Preisliste
Eine feste Zahl würde die Teilnahme für manche Menschen ausschließen. Den konkreten Beitrag klären wir deshalb im Gespräch.
Es gibt eine niedrige Untergrenze, damit die Teilnahme verbindlich bleibt.
Allein bewerben
Zwei kurze Fragen, dann melde ich mich bei dir für ein persönliches Gespräch. Darin klären wir, ob die Arbeit zu deiner Situation passt und welche entstehende Gruppe gut passen könnte.
Eine Gruppe mitbringen
Wenn du bereits mit einer Gruppe arbeitest, könnt ihr den Prozess gemeinsam durchlaufen. Ein Kreis, ein Kollektiv, ein Ensemble, ein Netzwerk von Freiberuflichen, eine Weiterbildungsgruppe. Ihr bringt euren gemeinsamen Kontext bereits mit und könnt direkt an euren eigenen Fragen arbeiten.
Als Group Steward nimmst du kostenfrei teil, lernst den Prozess aus der Innenperspektive kennen und prüfst, wie du Elemente davon später in deiner eigenen Arbeit nutzen kannst. Schreib mir, dann reden wir darüber.
FAQ
Was ist die Architektur der Absicht?
Eine Methode, mit der aus einem noch unsortierten Wollen Kriterien entstehen, eine priorisierte Ausrichtung, ein Bild des relevanten Systems und ein nächster Schritt, den du erprobt hast.
Wann startet die nächste Gruppe?
Sobald fünf Menschen zugesagt haben, legen wir innerhalb von zwei Wochen Uhrzeit und Starttermin fest. Vier Wochen später beginnt die Gruppe.
Für wen ist das gedacht?
Für Menschen, die mehrere plausible Richtungen, Rollen oder Vorhaben gleichzeitig tragen, und für Menschen, die im Moment keine benennen können. Beide beginnen bei ihrem Wollen und entwickeln daraus eine tragfähige Ausrichtung.
Wie lange dauert es und in welcher Sprache?
Zehn wöchentliche Online-Termine, also rund zehn Wochen. Jede Gruppe arbeitet auf Deutsch oder auf Englisch, je nachdem, wer zusammenkommt.
Was kostet die Teilnahme?
Der Beitrag richtet sich nach deinen finanziellen Möglichkeiten und wird im persönlichen Gespräch geklärt, bevor du zusagst. Mitgebrachte Gruppen vereinbaren einen Gesamtbetrag und verteilen ihn intern.